Kantonsbibliothek Appenzell Ausserrhoden

Die Kantonsbibliothek Appenzell Ausserrhoden ist die zentrale Sammel- und Archivstelle appenzell-ausserrhodischer Medien. Sie beherbergt Sonderbestände und Nachlässe im Bereich von Literatur und Kunst sowie Bilddokumente zu appenzellischen Themen. Sie versteht sich als Institution, die kulturelle Vermittlungsarbeit leistet, Ausstellungen und Tagungen veranstaltet, Forschungsprojekte begleitet, Recherchen durchführt und Dokumentationsdienste anbietet. Ferner übernimmt sie koordinierende und beratende Aufgaben für andere Bibliotheken im Kanton und vernetzt sich im regionalen und schweizerischen Kontext.

Die Gründungsgeschichte der Kantonsbibliothek beginnt in den 1820er Jahren und dauerte bis 1896. Ihr Verlauf spiegelt den von Spätaufklärung und Liberalismus geprägten privaten Einsatz patriotisch gesinnter Bürger für das allgemeine Wohl, für verbesserte Bildung und Erziehung wider. Die historischen Schwerpunkte der Bibliothek liegen in den Profandisziplinen, namentlich in der Schweizer Geschichte und Landeskunde sowie der schönen Literatur.

Der im Online-Katalog erfasste Bestand beträgt rund 36.000 Titel (Bücher, Aufsätze, wenige Nonbooks) sowie 9.000 Bilder (Druckgraphiken, Postkarten, Plakate); der historische Buchbestand umfasst 19.000 Titel, darunter 27 Handschriften, die Hälfte aus der Zeit vor der Reformation (nicht im Online-Katalog), 82 Wiegendrucke des 15. Jahrhunderts und 106 Drucke, vorwiegend Holzschnittbücher, aus dem 16. Jahrhundert. Mit Ausnahme der Manuskripte und Nachlässe ist der gesamte Bestand der Bibliothek formal katalogisiert und im OPAC (Teilkatalog im St. Galler Bibliotheksnetz SGBN) abrufbar.